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Alles über Porzellan

Begriffe

Keramik umfasst die Rohstoffe, die für die Herstellung keramischer Produkte verwendet werden sowie die Aufbereitung zu den eigentlichen Produkten (Tonkeramik, Porzellan, technische Keramik, Glaskeramik, Verbundkeramik). Die Gegenstände selbst, die aus diesem Material gefertigt werden (Bauteile für Sanitärkeramik und Fliesen, Gebrauchs- und Ziergegenstände), werden ebenfalls als Keramik bezeichnet.

Porzellan ist die feine Variante von Keramik. Neben einigen Spurenelementen besteht es aus den drei Rohstoffen Kaolin (Porzellanerde), Quarz und Feldspat. Unterschieden wird zwischen hoch schmelzendem, gegenüber mechanischen Anforderungen und Temperaturwechsel beständigem Hartporzellan und dem empfindlicheren Weichporzellan.

Hartporzellan ist das bei hohen Temperaturen hart gebrannte Porzellan. Das wesentliche Merkmal ist die geringe Transparenz und der hohe Kaolinanteil (50%). Dadurch erhält das gebrannte Produkt eine höhere Schlagfestigkeit und erreicht die höchste Dichte. Hartporzellan enthält keine Knochenasche.

Bone China/Knochenporzellan gehört zu den Weichporzellanen. Durch die Zugabe von Knochenasche als Flussmittel hat sich der Name „Knochenporzellan“ abgeleitet. Es enthält Tierknochenasche bis 50%. Die Mischung wird in ein feines Puder gebrannt und gerieben, um weißes, lichtdurchlässiges Porzellan herzustellen.

Vitreous China ist ein keramischer Werkstoff, dessen Eigenschaften im Bereich zwischen Steinzeug und Porzellan liegen. Die Brennfarbe ist hell bis weiß, der Scherben ist dicht, hat jedoch nicht die Transparenz des Porzellans. Vitreous China wird für Geschirr- und Sanitärartikel verwendet.

Geschichte

Vor ca. 3000 Jahren wurden in China mit „Porzellanerde“ Figuren und Gegenstände gebrannt. Kaufleute brachten das Porzellan ab dem 13. Jahrhundert mit nach Europa, wo die Herstellung lange ein Geheimnis blieb.
Das erste europäische Porzellan wurde erst im 18. Jahrhundert von Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus in Meißen hergestellt. 1710 wurde dort die erste europäische Porzellanproduktionsstätte gegründet.
Doch auch im Thüringer Wald wurde das Rezept zur Herstellung von Porzellan von Georg Friedrich Macheleid entdeckt und er gründete daraufhin 1760 in Sitzendorf eine Porzellanmanufaktur. Zielgruppen der damaligen Manufakturen waren entweder die fürstlichen Höfe oder das Bürgertum.

Herstellung

Die Herstellung von Hartporzellan hat eine der höchsten Fertigungstiefen aller industriell gefertigten Produkte: vom Rohstoff bis zum Fertigprodukt werden alle Fertigungsschritte in einem Werk vollzogen.
Trotz aller technischen Entwicklungen wird auch heute und in der Zukunft ein Großteil der Bearbeitung in Handarbeit verrichtet.
Die Hauptbestandteile der Porzellanmasse sind Kaolin, Ton, Quarz, Feldspat, Dolomit, Kalkspat und Kreide. Der hohe Quarzgehalt in der Glasur und der Masse ergibt in Verbindung mit den anderen Rohstoffen hohe Festigkeitswerte und Verschleißbeständigkeit.
Bei der Formgebung der Porzellanartikel unterscheidet man in der Regel drei Verfahren: das Formen der feuchten Porzellanmasse, das Pressen einer pulverförmigen Masse und das Gießen einer flüssigen Masse.


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